Die Marken liegen an der Adria gegenüber der Toskana und sind weit weniger bekannt. Ihr Aushängeschild ist der Verdicchio, einer der langlebigsten Weißweine Italiens; im Süden prägen Montepulciano und Sangiovese die Rotweine.
Der Verdicchio wurde ab 1953 in einer amphorenförmigen Flasche verkauft, die zum Markenzeichen wurde – und ihn zugleich als einfachen Fischwein abstempelte. Erst ab den 1980er-Jahren zeigten Erzeuger in den Castelli di Jesi und in Matelica, wie komplex und lagerfähig er sein kann.
Besonderheiten
Die beiden wichtigsten Verdicchio-Gebiete unterscheiden sich deutlich: Die Castelli di Jesi liegen in sanften, meernahen Hügeln, Matelica in einem hohen, kühlen Tal im Apennin, dessen Weine straffer und säurebetonter sind. Am Monte Conero bei Ancona wächst Montepulciano direkt über dem Meer.
Heute
Verdicchio gilt bei Kritikern als einer der besten Weißweine Italiens und ist im Verhältnis zu seiner Qualität oft sehr günstig.