Weinregion · Sardegna

Sardinien

Cannonau, Vermentino und Meerwind

Sardinien hat eine eigene Weinwelt: Sorten, die mit den Spaniern kamen oder schon vorher da waren, alte Buschreben im Sand – und einige der langlebigsten Menschen der Welt, die das gern dem Cannonau zuschreiben.

Landschaft in Sardinien
Foto: Raffaele Graziano Ballore, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Geschichte

Die Insel war über Jahrhunderte spanisch beherrscht, was sich auch im Weinbau zeigt: Cannonau ist genetisch die Grenache, Carignano die Carignan. Archäologische Funde deuten aber darauf hin, dass auf Sardinien schon vor rund 3.000 Jahren Wein gekeltert wurde.

Besonderheiten

Im Nordosten wächst auf verwittertem Granit der Vermentino di Gallura, die einzige DOCG der Insel. Im Südwesten, im Sulcis, stehen alte Carignano-Reben wurzelecht im Sand. Im bergigen Inneren um Mamoiada und Oliena ist der Cannonau zu Hause.

Heute

Sardische Weine sind eigenständig und oft preiswert. Genossenschaften wie Santadi und Familienbetriebe wie Argiolas haben gezeigt, dass die heimischen Sorten zu Spitzenweinen taugen.

Herkunftsbezeichnungen

Rebsorten in Sardinien

Sardinien

Vermentino

Vermentino di Gallura

Auf Granit gewachsen kräftiger als an der toskanischen Küste: Zitrus, Macchia-Kräuter, Salz und ein leicht bitterer Abgang.

Zum Probieren: Vermentino 'Capichera'

Weingüter

Zuletzt aktualisiert: 26.10.2026 · Quellen: ISTAT (Regionsgrenzen) · Methode