Raboso · Säurebetonter autochthoner Rotwein
Rebsorte · Rotwein · Heimische Spezialität
Raboso
Herb, rustikal und hartnäckig tanninreich – galt jung lange als zu rau und ist bis heute Geschmackssache.
Porträt
Raboso ist eine alte Sorte aus der Ebene des Piave in Venetien. Der Name soll von „rabbioso“ (zornig) kommen – ein Hinweis auf die sehr hohe Säure und das kräftige Tannin. Früher schätzte man sie, weil die Weine die lange Schiffsreise der venezianischen Händler überstanden.
Jung ist Raboso herb und kantig, mit einigen Jahren Reife wird er runder. Eine Spezialität ist der Raboso Piave Malanotte, für den ein Teil der Trauben getrocknet wird. Zu fettem Fleisch und Schmorgerichten zeigt er seine Stärken.
Geschmack & Stil
Herb, rustikal und hartnäckig tanninreich – galt jung lange als zu rau und ist bis heute Geschmackssache.
Ein heimischer venetischer Roter, außerhalb der Region selten; die Winzer lernen noch, ihn zu bändigen.
Auch bekannt als: Raboso del Piave; Raboso Piave
Wo Raboso wächst
Passt zu
Weine zum Probieren
Wenn dir Raboso schmeckt, probier auch
Nebbiolo
Im Veltlin wächst Nebbiolo auf Granitterrassen hoch über der Adda: heller, straffer und alpiner als Barolo, mit Kirsche, Rosen und Kräutern.
Zum Probieren: Valtellina Superiore Sassella, Sfursat di Valtellina
Gaglioppo
Hell in der Farbe, aber mit festem Tannin, Kirsche, getrockneten Kräutern und Orangenschale.
Zum Probieren: Cirò Rosso Classico Superiore Riserva 'Duca Sanfelice', Cirò Rosso Classico Superiore, Cirò Rosso Classico Superiore
Fumin
Dunkel, würzig und pfeffrig, mit spürbarem Tannin – der kraftvollste Rotwein des Aostatals.
Zum Probieren: Fumin