Weinregion · Umbria

Umbrien

Italiens grünes Herz ohne Küste

Umbrien hat keine Küste und keinen großen Ruhm, aber der Sagrantino aus Montefalco ist eine der tanninreichsten roten Trauben überhaupt – ein Wein für die geschmorte, rustikale Küche der Region.

Landschaft in Umbrien
Foto: NikonZ7II, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons

Geschichte

Einst bedeckten etruskische und römische Weinberge diese Hügel, doch Umbriens Wein stand jahrhundertelang im Schatten der Toskana. Das änderte sich in den 1970ern, als Winzer um Montefalco den Sagrantino – bis dahin vor allem als süßer Passito zu Kirchenfesten ausgeschenkt – als ernsthaften trockenen Rotwein wiederbelebten.

Besonderheiten

Umbrien ist die einzige Region Italiens ganz ohne Küste und hat daher ein kontinentaleres Klima als seine Nachbarn. Wegen der kleinen Mengen sind die meisten Weine außerhalb Italiens wenig bekannt, selbst im Vergleich zur nahen Toskana.

Heute

Die DOCG Sagrantino di Montefalco, 1992 vergeben, ist flächenmäßig eine der kleinsten und konzentriertesten Herkunftsbezeichnungen Italiens. Umbrien wirbt zunehmend als ruhigere, weniger überlaufene Alternative zur Toskana.

Herkunftsbezeichnungen

Rebsorten in Umbrien

Umbrien

Grechetto

Umbriens unkomplizierter Weißwein

Weich und rund für einen Weißwein, ohne jede Strenge des Sagrantino – ein sanfter Gegenpol von denselben Hügeln.

Zum Probieren: Grechetto di Torgiano, Grecante

Umbrien

Ciliegiolo

Weicher Rotwein mit Kirschfrucht

Benannt nach seiner Kirschnote („ciliegia“) – saftig, tanninarm und jung gut zu trinken.

Zum Probieren: Ciliegiolo 'Brecciaro'

Weingüter

Zuletzt aktualisiert: 26.10.2026 · Quellen: ISTAT (Regionsgrenzen), Consorzio Tutela Vini Montefalco · Methode