Umbrien hat keine Küste und keinen großen Ruhm, aber der Sagrantino aus Montefalco ist eine der tanninreichsten roten Trauben überhaupt – ein Wein für die geschmorte, rustikale Küche der Region.
Einst bedeckten etruskische und römische Weinberge diese Hügel, doch Umbriens Wein stand jahrhundertelang im Schatten der Toskana. Das änderte sich in den 1970ern, als Winzer um Montefalco den Sagrantino – bis dahin vor allem als süßer Passito zu Kirchenfesten ausgeschenkt – als ernsthaften trockenen Rotwein wiederbelebten.
Besonderheiten
Umbrien ist die einzige Region Italiens ganz ohne Küste und hat daher ein kontinentaleres Klima als seine Nachbarn. Wegen der kleinen Mengen sind die meisten Weine außerhalb Italiens wenig bekannt, selbst im Vergleich zur nahen Toskana.
Heute
Die DOCG Sagrantino di Montefalco, 1992 vergeben, ist flächenmäßig eine der kleinsten und konzentriertesten Herkunftsbezeichnungen Italiens. Umbrien wirbt zunehmend als ruhigere, weniger überlaufene Alternative zur Toskana.
Trotz des Namens nicht mit dem Alltags-Trebbiano Toscano zu verwechseln – eine eigene, gehaltvollere Traube, reicher und lagerfähiger als ihr neutraler Vetter.